Vorausschauender Service

Hannover Messe 2016

Wir bieten unseren Kunden ein Verfahren zur Optimierung ihrer Serviceintervalle durch eine Technik, die bereits in der NORD Antriebselektronik enthalten ist. Wir analysieren dazu bestehende Daten (virtuelle Sensoren) und Produktdaten. Eine längere Standzeit, eine höhere Anlagen-Zuverlässigkeit und geringere Wartungskosten sind der Nutzen für den Kunden.

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Optimierung der Serviceintervalle

Der Nutzen für den Kunden besteht darin, dass der Service seiner Anlagen berechenbarer wird. Im Gegensatz zum Service bei „Ausfall“ und zum regelmäßigen Service werden hier Prozessdaten (z.B. Stromaufnahme, Schalthäufigkeiten, Lastbereiche) mit Informationen über das Produkte (spezifisches NORD-Wissen) kombiniert und analysiert. Das Ergebnis ist eine möglichst genaue Vorhersage für einen erforderlichen Service. Die Genauigkeit wird im Wesentlichen durch den Input beeinflusst. Somit kann z.B. durch einen Termperatursensor oder einen Öl-Analyse Sensor die Aussagequalität deutlich verbessert werden.

Bei kleinen Getrieben, wie bei unserem Messemodell wollen wir jedoch ohne zusätzlich Sensorik, die bei kleinen Getrieben im Verhältnis sehr teuer ist, einen möglichst genauen Wert erreichen. Wir verwenden dafür die Daten, die wir standardmäßig in unseren Frequenzumrichtern zur Verfügung haben – wir nennen das „virtuelle Sensoren“. Zusammen mit den Produktinformationen (Domaindaten) errechnen wir damit für unsere Kunden Informationen, mit denen Sie ihre Serviceintervalle optimieren können.

Die mit virtueller Sensorik ermittelten Werte kommen den tatsächlichen Werten sehr nahe. Wir haben das in verschiedenen Testaufbauten überprüft. Trotzdem gilt, je besser die Daten für die Analyse sind, desto genauer sind die Ergebnisse.

Messemodell

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An dem Messemodel haben wir den Prozess simuliert. Mit einem Zeitraffer können wir die Service Stadien während der Nutzung des Produktes darstellen. Durch das Variieren der Last können wir die Veränderungen durch äußere Einflüsse darstellen. Wird ein Antrieb wenig belastet, fällt weniger Service an. Wird ein Antrieb stark belastet, muss der Service früher erfolgen um Ausfälle zu vermeiden. Dabei helfen NORD Antriebslösungen. Die als Konstante definierte Zeitdauer bis zum Service beträgt jetzt 10.000 h. Die Umgebungstemperatur ist in einem Bereich von -20 °C bis +40 °C einstellbar. Das Drehmoment und die Geschwindigkeit sind in den applikationspezifischen Grenzen einstellbar. Hieraus ergibt sich eine Laufzeit bis zum Service von 20 s bis 2 min, je nach Einstellung! Die diskrete Anzeige des Condition Monitoring Status erfolgt angelehnt an die VDMA Vorgaben.Auf einem Tablet sind weitere Prozessdaten live dargestellt.