Lieferkette (LkSG) und Material Compliance
Unsere Verpflichtungen entlang der Lieferkette
Die NORD DRIVESYSTSEMS Gruppe übernimmt Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette. Wir legen großen Wert auf die Einhaltung von Menschenrechten, Umweltstandards und gesetzlichen Vorschriften und sorgen dafür, dass unsere Materialien und Produkte allen relevanten Compliance-Anforderungen entsprechen.
Unsere Verpflichtung zur Sorgfaltspflicht nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LKSG) und zur Material Compliance ist fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, fördern Transparenz und setzen auf kontinuierliche Verbesserung.
Unsere Grundsatzerklärung herunterladen
Die NORD DRIVESYSTSEMS Gruppe steht für klare Werte und verantwortungsvolles Handeln und stellt durch Schulungen sowie feste Prozesse sicher, dass diese im Arbeitsalltag verstanden, eingehalten und bei Verstößen konsequent aufgegriffen und verbessert werden.
Hinweise zu möglichen Verstößen können unter folgendem Link gemeldet werden.
Weitere Infos, zu unserer Unternehmenspolitik und Verhaltenskodex können Sie hier finden.
Als global tätiges Familien-Unternehmen sind wir uns des Einflusses und der Auswirkungen unseres unternehmerischen Handelns auf die Gesellschaft bewusst. Daher beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema CSR.
Material Compliance
Material Compliance bedeutet für uns, Verantwortung bis ins kleinste Detail zu übernehmen. Denn die Qualität unserer Produkte zeigt sich nicht nur in ihrer Leistung, sondern auch in der sorgfältigen Auswahl und Bewertung der eingesetzten Materialien.
Wir stellen sicher, dass alle verwendeten Stoffe den geltenden gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Dazu zählen insbesondere die europäische Chemikalienverordnung REACH, die Richtlinie RoHS zur Beschränkung gefährlicher Stoffe sowie internationale Vorgaben zu Konfliktmineralien und die Anforderungen der TSCA Section 6(h) in den USA.
Dabei verfolgen wir einen klar strukturierten und systemgestützten Ansatz: Durch definierte Prozesse, transparente Datenerfassung und kontinuierliche Überwachung stellen wir sicher, dass alle relevanten Anforderungen zuverlässig eingehalten werden.
Gleichzeitig ist es unser Anspruch, Transparenz entlang der gesamten Lieferkette zu schaffen. In enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern arbeiten wir kontinuierlich daran, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen und nachhaltige Lösungen zu fördern.
So entstehen Produkte, die nicht nur höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden, sondern auch einen aktiven Beitrag zum Schutz von Mensch und Umwelt leisten.
Die europäische Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) EG NR. 1907/2006 regelt seit 2007 den sicheren Umgang mit chemischen Stoffen in der Europäischen Union. Ziel ist es, Mensch und Umwelt zu schützen sowie Transparenz entlang der gesamten Lieferkette zu gewährleisten.
Umsetzung im Unternehmen
Die gesetzlichen Anforderungen der REACH-Verordnung werden konsequent umgesetzt. Eingesetzte Stoffe sowie relevante Kandidatenlisten und Beschränkungen werden regelmäßig überprüft. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Informations- und Dokumentationspflichten vollständig erfüllt werden.
Zusammenarbeit in der Lieferkette
Durch eine strukturierte und enge Zusammenarbeit mit Lieferanten wird die Einhaltung der REACH-Vorgaben kontinuierlich sichergestellt und eine hohe Produkt- und Rechtssicherheit gewährleistet.
Herstellererklärung zur REACH-Verordnung herunterladen
Die RoHS-Richtlinie (Restriction of Hazardous Substances) ist eine EU-Vorgabe zur Beschränkung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Ziel ist es, Mensch und Umwelt zu schützen sowie das Recycling und die nachhaltige Entsorgung von Altgeräten zu verbessern.
Grundlage ist die Richtlinie 2011/65/EU, die die Verwendung bestimmter Stoffe reglementiert. Als verantwortungsbewusstes Unternehmen stellen wir sicher, dass unsere Produkte den geltenden RoHS-Anforderungen entsprechen. Durch sorgfältige Materialauswahl, geprüfte Lieferketten und regelmäßige Kontrollen gewährleisten wir höchste Qualitäts- und Umweltstandards.
Dokumentation
- Elektromotoren: RoHS-Richtlinie als Bestandteil der allgemeinen EU-Konformitätserklärung der Elektromotoren
- Elektronische Produkte: RoHS-Richtlinie als Bestandteil der allgemeinen EU-Konformitätserklärung der Frequenzumrichter bzw. Motorstarter
- Getriebe: RoHS-Richtlinie über spezifische ROHS-Konformitätserklärung
- Zusatz: Informationsschreiben zu Ausnahmen unter RoHS
Als verantwortungsbewusstes Unternehmen setzen wir uns für eine transparente, nachhaltige und verantwortungsvolle Lieferkette ein. Unser Ansatz orientiert sich an international anerkannten Standards, insbesondere den Leitlinien der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) zur Sorgfaltspflicht in Lieferketten von Mineralien aus Konflikt- und Hochrisikogebieten sowie an den Programmen der Responsible Minerals Initiative (RMI).
Transparenz in der Lieferkette
Zur Identifikation und Bewertung möglicher Risiken in unserer Lieferkette nutzen wir etablierte Brancheninstrumente der Responsible Minerals Initiative. Dazu gehören insbesondere das Conflict Minerals Reporting Template (CMRT) sowie das Extended Minerals Reporting Template (EMRT). Diese standardisierten Reporting-Formate ermöglichen eine strukturierte Erhebung von Informationen zu Schmelzen und Raffinerien in der Lieferkette und unterstützen die Bewertung potenzieller Risiken.
Zusammenarbeit mit Lieferanten
Wir erwarten von unseren Lieferanten, dass sie verantwortungsvolle Beschaffungspraktiken umsetzen, geeignete Managementsysteme etablieren und relevante Informationen zur Herkunft von Mineralien bereitstellen.
Durch regelmäßige Risikoanalysen, Lieferantenabfragen und die Nutzung anerkannter Branchenstandards arbeiten wir kontinuierlich daran, sicherzustellen, dass die in unseren Produkten verwendeten Mineralien nicht zur Finanzierung von Konflikten oder zu Menschenrechtsverletzungen beitragen.
Conflict Minerals Report (CMRT) herunterladen (ZIP)
Toxic Substances Control Act (TSCA) ist ein US-amerikanisches Gesetz zur Regulierung chemischer Stoffe, das der U.S. Environmental Protection Agency (EPA) die Möglichkeit gibt, Chemikalien auf Risiken für Gesundheit und Umwelt zu prüfen und notfalls zu verbieten oder einzuschränken.
Section 6(h) ist ein spezieller Teil dieses Gesetzes, der sich gezielt mit sogenannten „PBT-Chemikalien“ befasst — also Stoffen, die persistent (beständig in Umwelt), bioakkumulierbar (bauen sich in Organismen auf) und toxisch (giftig bzw. schädlich) sind.
Das kann bedeuten, dass Herstellung, Verarbeitung, Vertrieb, Nutzung oder Entsorgung dieser gefährlichen Chemikalien ganz oder teilweise verboten bzw. eingeschränkt werden. Ziel ist es, die Exposition von Menschen und Umwelt gegenüber diesen besonders problematischen Stoffen deutlich zu reduzieren.
TSCA Informationen herunterladen
PFAS sind eine Gruppe von Industriechemikalien, die eine sehr große Anzahl von Substanzen umfasst. Es handelt sich um organische Verbindungen, bei denen die Wasserstoffatome vollständig („perfluoriert“) oder teilweise („polyfluoriert“) durch Fluoratome ersetzt sind. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften werden sie seit langer Zeit in vielen Industriebereichen und auch im Haushalt weit verbreitet eingesetzt.
Die bekanntesten Stoffgruppen der PFAS sind:
- perfluorierte Sulfonsäuren (bekanntester Vertreter: Perfluoroctansulfonsäure (PFOS))
- perfluorierte Carbonsäuren (bekanntester Vertreter: Perfluoroctansäure (PFOA))
Aktuelle regulatorische Entwicklungen
Am 7. Februar 2023 wurde von der European Chemicals Agency (ECHA) ein Beschränkungsdossier für eine weitreichende Regulierung von PFAS im Rahmen der europäischen Chemikalienverordnung REACH (EG) Nr. 1907/2006 veröffentlicht. Ziel dieses Vorschlags ist eine umfassende Beschränkung der Herstellung, Verwendung und des Inverkehrbringens vieler PFAS in der Europäischen Union. Der Vorschlag befindet sich derzeit im Bewertungsprozess durch die wissenschaftlichen Ausschüsse der ECHA. Eine endgültige Entscheidung über mögliche Beschränkungen wird nach Abschluss dieses Verfahrens erwartet.
Unser Umgang mit PFAS
Als verantwortungsbewusstes Unternehmen verfolgen wir die regulatorischen Entwicklungen im Bereich PFAS aufmerksam. Wir stehen hierzu im regelmäßigen Austausch mit relevanten Branchenverbänden wie VDMA und ZVEI und beobachten kontinuierlich die Weiterentwicklung der gesetzlichen Anforderungen.
Sollten Änderungen der REACH-Verordnung erfolgen oder PFAS-Stoffe als besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) in die Kandidatenliste aufgenommen werden, werden wir die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben umgehend umsetzen und geeignete Maßnahmen ergreifen.
Unser Ziel ist es, jederzeit im Einklang mit geltenden gesetzlichen Anforderungen zu handeln und nachhaltige sowie sichere Lösungen für unsere Produkte und Prozesse sicherzustellen.
PFAS Information herunterladenFür weitere Informationen nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.